52 Wochen – 52 Zeichnungen

Ich will ein Jahr lang jede Woche ein Bild zeichnen und dieses dann online stellen. Sollten es einmal mehrere Bilder in einer Woche sein, suche ich das Beste davon aus. Dabei geht es mir um die kontinuierliche Übung und die Beobachtung meiner eigenen Fähigkeiten. Werde ich im Laufe des Jahres besser? Verändert sich mein Zeichenstil? Ich will einfach ausprobieren, völlig frei und völlig uneingeschränkt. Materialien, Motive, Farben… ganz egal. Ich mache, wonach mir ist.

52 WOCHEN, 52 Zeichnungen – meine eigene Zeichen-Challenge.

Woche 52 – Geschafft!
Mit der letzten Zeichnung vor Ort in Sevilla auf dem Plaza de Espana geht das Projekt zu Ende. Es war ein schöner Abschluss, weil ich die Wochen zuvor nur Bilder vom Computer abgezeichnet hatte, weil es draußen zu kalt geworden ist. Aber in Andalusien sind auch im Januar angenehme Temperaturen. Ein herausforderndes Bild, weil der Platz voller Menschen, Pferdekutschen, historischen Gebäuden, Bäumen, Mustern und Details war. Ich bin letztendlich aber zufrieden mit dem Ergebnis und natürlich froh, dass ich das Projekt durchgezogen habe – ein ganzes Jahr lang.

Fazit
Es ist interessant, wie sich meine Motivation, wieder mit dem Zeichnen anzufangen, im Laufe der Zeit verändert hat. Erst wollte ich nur Menschen zeichnen, weil ich eine Zeichnung auf Instragram gesehen hatte und dachte: so gut will ich das auch können. Aber dann ging es weg von Menschen und hin zum Zeichnen von einfach allem, worauf ich Lust hatte. Hauptsächlich städtische Motive vor Ort, bekannt als „Urban Sketches“. Illustratoren wie Felix Scheinberger, Lyndon Hayes oder Matt Gibbons wurden neue Vorbilder. Und auch, wenn mich ihr Stil zu zeichnen beeinflusst hat, habe ich doch einen ganz eigenen Stil entwickelt. Es ist noch viel Luft nach oben, aber ich freue mich über meine Fortschritte und finde meine neueren Bilder tausend mal besser als die ersten zum Anfang des Jahres. Das Projekt hat also auf jeden Fall etwas gebracht, um meine Fähigkeiten zu verbessern.
Und das Beste aus dem Jahr: Ich habe gemerkt, dass mir Zeichnen auch Spaß machen kann. Denn den hatte ich im Studium damals komplett verloren. Ich dachte, Zeichnen wäre einfach nichts für mich, eher fotografieren oder schreiben. Aber nun habe ich gemerkt, dass ich alle drei Formen von Kreativität liebe.